ALI OSMAN
ALI OSMAN 

Die LIVING BAUHAUS KUNSTSTIFTUNG wurde im Juli 2012 gegründet und als rechtsfähige Stiftung bürgerlichen Rechts von der Behörde für Justiz und Gleichstellung der Freien und Hansestadt Hamburg anerkannt. Gemäß §7 (3) des Hamburgischen Stiftungsgesetzes vom 14.12.2005 wurde der Satzungsbeschluß der Stiftung vom 28.07.2016, diem Stiftung mit Ihrem Sitz nach Berlin zu verlegen, genehmigt. Dies erfolgte nach abstimmung mit der Berliner Stiftungsaufsicht. Grund der Sitzverlegung ist die Absicht der Stiftung sich noch stärker für die Sanierung und Instandsetzung von Teilen der East-Side-Gallery in der Mühlenstrasse im Bezirk Friedrichshain - Kreuzberg zu engagieren. Gleichwohl beabsichtigt die Stiftung in Berlin eine Immobilie zu erwerben. Diese soll den Gedanken des " Berliner Salons " aufleben lassen und  Berliner Küntslern  als Treffpunkt zum küntlerirschen Austausch dienen. Auch ist ein Küntlerquratier für auswertige Küntler angedacht. Die Stiftungsmittel hierfür wurden durch eine Spende seit 2014 der Stiftung zur Verfügung gestellt.

 

Gestiftet aus privaten Mitteln versteht sie sich als gemeinnützig tätige Einrichtung, die unmittelbar der Förderung von Kunst und Kultur, Bildung und Erziehung sowie Wissenschaft und Forschung dienen soll.

 

Die LIVING BAUHAUS KUNSTSTIFTUNG löst diese Zielstellung durch den Aufbau und die kontinuierliche Erweiterung einer bedeutenden Kunstsammlung ein. Diese vereint derzeit Gemälde und Arbeiten auf Papier aus dem frühen 20. Jahrhundert. Darunter befinden sich Werke und Werkgruppen von Künstlern des deutschen Expressionismus, etwa von Karl Schmidt-Rottluff und Max Pechstein. Daneben sind in der Sammlung Arbeiten vornehmlich ostdeutscher Künstler aus den 1950er und 1960er Jahren vertreten, etwa von Erwin Hahs und Ulrich Knispel, die in der DDR trotz vieler Widerstände an den Paradigmen der Moderne festhielten.

 

Überhaupt versteht sich die LIVING BAUHAUS KUNSTSTIFTUNG als eine Einrichtung, welche die Bewahrung und Erneuerung der Ziele des historischen BAUHAUS als Leitlinie des Handelns begreift. Ganz im Sinne des im April 1919 veröffentlichten Bauhaus-Manifestes von Walter Gropius steht dabei die neuerliche Aufhebung der künstlichen Grenzen zwischen Kunst und Handwerk im Fokus – ein Ansatz, der mit der Programmatik und den herausgehobenen Bauprojekten von LIVING BAUHAUS korrespondiert.

 

Zeitgenossenschaft zeigt sich in der Sammlung durch die Konzentration auf das Schaffen von Künstlern, die durch das Überschreiten gesellschaftlicher Grenzen und Normen neue Perspektiven aufzeigen. Im Fokus dieses Segmentes der LIVING BAUHAUS KUNSTSTIFTUNG stehen Künstler wie etwa Norbert Bisky. Vom ehemaligen Meisterschüler von Georg Baselitz sind aus allen Werkphasen wesentliche Arbeiten in der Sammlung vertreten, darunter solche wichtigen Gemälde wie „Drahtzieher“, „Armageddon“ oder „Mit uns oder untergehen“, die zu den Hauptwerken des in Berlin lebenden Künstlers gehören.

 

Die Förderung von Ausstellungen, Kunst- und Forschungsprojekten ordnet sich in den durch die Sammlung vorgegebenen thematischen Rahmen ein. Derzeit bereitet die LIVING BAUHAUS KUNSTSTIFTUNG als Partner verschiedene Ausstellungen, Publikationen und Tagungen in den neuen Bundesländern vor. Zudem wird die Arbeit von Museen, Kunsthallen und Kunstvereinen mit Leihgaben aus der Sammlung und projektbezogenen Förderzuschüssen unterstützt.

Stifter und Vorsitzender ist Maik Uwe Hinkel.

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